Frage von meineeinewenigkeit: Aus welchen Gründen kommt es zu Konjunkturschwankungen?
Wie kommt es zu den 40-60 jahre langen Kontradjeff zyklen? und wieso gibt es auch kürzere zyklen?

Beste Antwort:

Answer by NaturalBornKieler
Ob es tatsächlich regelmäßige Zyklen gibt oder nicht, ist durchaus umstritten. Aber es stimmt natürlich, dass es immer auf und ab geht.

Der Grund dafür ist meiner Ansicht nach, dass die Wirtschaft das Ergebnis vieler, vieler Einzelentscheidungen von einzelnen Personen ist. Diese Entscheidungen betreffen zum Beispiel den täglichen Einkauf, aber eben auch unternehmerische Entscheidungen (was produziere ich, welchen Preis verlange ich, etc.) gehören dazu. Jeder Mensch entscheidet für sich allein oder vielleicht in kleinen Gruppen, aufgrund der Informationen, die ihm jetzt gerade bekannt sind.

Oft führt das dazu, dass viele Menschen tendenziell die gleichen Entscheidungen treffen (Öl ist billig -> ich kaufe mir ein dickes Auto), was dann aufgrund der Masse zu Folgeerscheinungen führt (alle fahren dicke Autos und tanken viel -> Öl wird teurer) und wieder die Entscheidungen der nächsten „Welle“ beeinflusst“ (Öl ist teuer -> ich spare lieber Energie) mit den entsprechenden Folgen (alle sparen Energie -> Öl wird wieder billiger). Diese Beispiele sind natürlich stark vereinfacht, es finden eben viele solche Auf-und-ab-Bewegungen gleichzeitig statt, die sich überlagern, manchmal ausgleichen oder manchmal gegenseitig verstärken.

Es ist ein bisschen wie in der Natur selbst, die auch viele solche Schwankungen kennt, zum Beispiel den typischen Räuber-Beute-Zyklus.

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