Frage von mondfinsternis: Nicht-Börsennotierte AG, was macht das für einen Unterschied?
Irgendwie findet sich darüber nichts ausführliches.
Was bedeutet es für ein Unternehmen nicht bösennotiert zu sein? Warum macht ein Unternehmen das? (ergibt sich vielleicht aus ersterem dann eh 😉 )

Beste Antwort:

Answer by tobimark
Also, das Ganze kurz umrissen sieht so aus:

Grundsätzlich kann jede Firma zur AG werden, entsprechendes Stammkapital vorausgesetzt (in Deutschland derzeit mindestens 50.000 Euro).

Dieses Stammkapital wird in Aktienanteilen an die Gründer (Aktionäre) ausgegeben.

Und jetzt kommt der Unterschied:

Bei einer börsennotierten AG sind diese Aktien über eine offizielle Börse frei und für jeden handelbar. Du kannst also theoretisch nach Frankfurt gehen und sagen „Hey Du, Banker, kauf‘ mir mal hundert Aktien der Firma X AG.“.

Bei einer nicht-börsennotierten AG kannst Du die Anteile, also die Aktien, nur bei der betreffenden AG selbst kaufen. Oder bei Investmentgesellschaften bzw. Banken, die den Verkauf in Auftrag übernehmen.

Im Freiverkehr gehandelte Wertpapiere unterliegen kaum einer staatlichen Kontrolle. Deshalb ist es für Firmen so einfacher, „kleine“ AGs zu gründen und leichter an Kapital zu kommen.

Andererseits erscheinen solche AGs nicht unbedingt vertrauenswürdig. Bedenke, daß einmal gekaufte Aktien nur sehr schwer wieder veräußert werden können. Du kannst sie ja nicht „normal“ an einer Börse handeln.

Alles in allem ein komplizierter Themenkomplex. Schau‘ doch mal bei Wikipedia unter den folgenden Einträgen nach, die sind zwar lang aber recht informativ:

http://de.wikipedia.org/wiki/Aktiengesellschaft
http://de.wikipedia.org/wiki/Aktiengesellschaft_(Deutschland)

Oder hier eine Anleitung wie man selbst eine AG gründen kann (nur kurz überflogen, weiß also nicht wie exakt die Angaben dort sind): http://www.mittelstandswiki.de/B%C3%B6rsengang_f%C3%BCr_Einsteiger

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