Frage von El Lobo Azul: Dürfen sich diese US Finanzheuschrecken nicht mehr bei dt. Unternehmen einkaufen?
Mir wird Angst und bange, wenn ich lese, dass eine US-Finanzinvestorgruppe sich wieder in ein traditionsreiches dt. unternehmen eingekauft hat. Damit meine ich Kohlberg Kravis Roberts (KKR), Blackstone, Lone Star, Hudson Advisor.

Bei diesen Vorstandschefs sehe ich immer den kaltschnäuzigen, vor Gier übersprudelnden Zyniker
wie Präsident Bush, die keinerlei Mitgefühl für arme Leute und Familien , sondern stets ihre persönliche Selbstbereicherung auf Kosten der Niedriglohn-Arbeiter im Sinn haben.

Auto Teile Ungern gehört jetzt zu KKR und die haben das Unternehmen filetiert, ausgeplündert, viele entlassen und es geht mit ATU bergab. Diese Heuschrecken haben keinerlei Verständnis für regionale Rücksichtnahmen und Besonderheiten, wie denn auch, wenn sie in den USA ihren Geschäftssitz haben. Die Rendite wird bis zum Ausbluten des gekauften Unternehmens gesteigert und Hunderte Mitarbeiter in Dt. verlieren ihren Arbeitsplatz.

Ist es nicht an der Zeit, dass ausländische Finanzinvestoren mit einem neuen Gesetz nur noch bis zu 5% der Anteile eines dt. Unternehmens kaufen dürfen. Damit würde eine feindliche Übernahme ausgeschlossen diese Heuschrecke bekäme nie die Führunggewalt.

Kann mir irgendjemand sagen, ob so eine Heuschrecke bei Übernahme eines dt. Unternehmens dessen Wert gesteigert und neue Arbeitsplätze geschaffen hat? Mir fällt dazu kein Beispiel ein, außer immer nur das Gegenteil.
Führungsgewalt

Beste Antwort:

Answer by Tirofijo
Es geht nicht um das Unternehmen, sondern um den, der es den „Heuschrecken“ verkauft: der kann damit viel Geld verdienen. Auch die Investoren der „Heuschrecken“ machen viel Geld damit: Die ganze Kohle, die derzeit „verloren“ geht, verschwindet nicht einfach. Da sind viele kräftig am Kassieren.

Ich kenne kein deutsches Unternehmen, dessen Wert gestiegen ist nach so einer Übernahme; die Profite aber bestimmt.

Interessant finde ich diese Cross-Border-Leasing Geschichten: unsere lokale Trinkwasserversorgung hier wurde vor ein paar Jahren an einen US-Hedgefonds verkauft und die Kommune hat die Nutzungsrechte dann von denen geleast. Jetzt steigen wegen der Finanzmisere in den USA bei uns die Trinkwasserpreise. Damals hieß es „Nein, mit sowas macht man sich doch nicht abhängig, das lohnt sich!“ 🙁

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