Frage von scania_420_ps: Frage zum DBA (Doppelbesteuerungsabkommen)?
Hallo zusammen,
nehmen wir mal folgenden Fall an:
Ein deutscher Arbeiter, der auch seinen Hauptwohnsitz in Deutschland hat, fährt für einen niederländischen Arbeitgeber LKW. Der Arbeitgeber führt die Lohnsteuer (loonheffing) komplett ans niederländische Finanzamt (belastingdienst) ab.

Der Arbeitnehmer war im Jahr 2006 zu 40% in Deutschland unterwegs, zu 30% in den Niederlanden, zu 25% in Belgien und zu 5% in Frankreich.

Wie wird in so einem Fall besteuert???

Vielen Dank für Eure Antworten und einen guten Rutsch ins Jahr 2007
Christian

Beste Antwort:

Answer by kuchenmacher
Der Arbeitnehmer ist von einem Niederländer angestellt, bekommt seinen Lohn in den Niederlanden und zahlt dort seine Lohnsteuer. Dann macht der Arbeitnehmer in Deutschland seine Steuererklärung. Dazu muß er die Anlage N-GRE (ist die Anlage N für Grenzgänger) für Arbeiter und Angestellte in den Niederlande ausfüllen. Da werden alle Steuern und Sozialversicherungsbeiträge eingetragen, die er in den Niederlanden zahlt, eintragen. Es kann passieren, daß man im Steuerbescheid noch zu einer Nachzahlung aufgefordert wird und aufgefordert wird, eine vierteljährliche Vorauszahlung zu leisten.
Es ist dabei unerheblich, für wieviel Zeit man sich in welchem europäischen Land aufhält. Maßgebend ist nur, in welchem Land man angestellt ist.

Mein Mann ist Grenzgänger in die Schweiz. Ich plage mich schon seit einigen Jahren mit der Steuererklärung rum.

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