Frage von HACKI & seine Freunde: Was, wenn die Versicherung nicht zahlt? Habt Ihr auch schon solche Erfahrungen sammeln müssen?
Stern TV:

Die Deutschen sind gut versichert: Auf jeden Einwohner – vom Baby bis zum Greis – entfallen knapp sechs Policen, rund 430 Millionen Verträge bundesweit. Die Versicherungsgesellschaften feiern Rekordgewinne: 162 Milliarden Euro Beitragseinnahmen stehen nur 125,5 Milliarden Euro an Auszahlungen gegenüber.

Trotzdem zahlen die Unternehmen im Schadensfall oft nur zögernd oder gar nicht! Die Wut der Versicherten steigt: Fast 20.000 Kunden wenden sich jährlich hilfesuchend an neutrale Schiedsstellen und viele gehen gegen die Ablehnungsbescheide gerichtlich vor. stern TV-Reportage zeigt, wie Menschen plötzlich vor dem Ruin stehen, wenn die Versicherung nicht zahlt…

Beste Antwort:

Answer by ericsson12de
Das ist in der Tat ein großes, großes Problem. Um es einigermaßen kurz zu machen, es ist eine Frechheit, was die Versicherungswirtschaft mit den Versicherten treit. Ich hoffe es gibt einmal eine besonders heiße Hölle für Versicherungsvorstände. Die meiner Meinung allerletzte Versicherung ist die Bayerische Versicherungskammer. Mit einer Minutiösität, die seinesgleichen sucht, wurden bei mir am ersten Arbeitstag im neuen Jahr die Versicherungsprämien für ein volles Jahr im voraus abgebucht. So weit so gut. Als ich einmal in 15 Jahren mit dem Auto einen Kaskoschaden (Hagel) hatte, dauerte es erst einmal vier Wochen, bis der Gutachter zu einem Sammelplatz kam, wo all die beschädigten Autos begutachtet werden konnten. Dann zog sich (wegen angeblicher EDV-Umstellungsprobleme die Zahlung noch einmal sechs Wochen hin) und dann wurden nochmals 20 % abgezogen, wegen angeblich ohnehin schon vorher vorhandenen Mängeln. Ich hatte wirklich in zwanzig Jahren so gut wie keinen Versicherungsfall aber wenn doch mal was passierte und der Schaden nur 200 Euro betrug und ich dieses Geld wollte, fiel den Damen und Herren von der Leistungs-(verweigerungs)abteilung schon irgendein Grund ein, mir dieses Geld zu verwehren. Ich vermute, dass hinter diesem Geschäftsgebahren Methode ist. Wegen 200 Euro nicht ausgezahlter Versicherungsgelder geht niemand vor den Kadi und wenn, dann sitzen die Versicherugen am längeren Hebel. Egal, ich habe daraus meine Lehren gezogen und verfahre wie folgt.

Nur noch den „worst case“ versichern. Also Dinge die existenzgefährdend sein können. Wohngebäude – Unfall, Haftpflicht – Risikolebensversicherung – das wars. Den ganzen anderen Scheiß, den es da gibt (Hausrat, Blitzschutzüberspannung, Rechtsschutz, Insassenunfall, Teilkasko, Kapitallebensversicherung und, und, und spare ich mir. Sollte dann mal ein Schaden entstehen, der dann ja nicht existenzbedrohend ist, kann ich den aus dem gesparten Geld locker und leicht bezahlen.

Ganz zum Schluß noch ein Gedanke. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung halte ich im Prinzip für sinnvoll. Aber gerade bei dieser Versicherungsform sind die Versicherungen am dreistesten. Weil sie wissen, dass die Betroffenen sich kaum noch wehren können, spielen die Versicherungen auf Zeit. Da wird zermürbt auf Teufel komm raus. So nach dem Motto: „sie mussten schon bei der Vertragsunterzeichnung gewusst haben, dass sie an dieser Krankheit leiden und dass dies irgendwann einmal zur Berufsunfähigkeit führen muß und deswegen sehen wir leider keine Veranlassung, Ihnen Leistungen zu gewähren.

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