Frage von 🙂 Melli 🙂: Sparbuch, Jugendgirokonto etc. was is das beste?
Hallo ich mochte für meine Tochter, 16 Monate im Moment, eine Sparmöglichkeit einrichten.
Es soll ein Konto oder Sparbuch oder Brief oder ähnliches sein.
Wichtig ist für mich das es erst mal mit ihrem alter schon möglich ist, man sollte ne gute verzinsung bekommen, keine gebühren anfallen, kein monatl. mindestbetrag eingehen oder vorhanden sein und ich möchte zu jeder Zeit darüber verfügen können, am besten mit einer Karte.
Es soll kein reines onlinegeschäft sein wo ich noch nicht mal einen ansprechpartner in meiner nähe persönlich sprechen kann. Kann mir jemand einen Tipp geben was das beste wäre, also ob konto oder sparbuch oder was es da auch noch immer gibt? und eventuel ein tipp an welche firma ich mich wenden könnte.
für mich is das alles ein großes wirrwar von informationen in zig verschiedenen formulierungen die wahrscheinlich alle etwas unterschiedliches bedeuten und mit hunderten von kleinen sternchen hinten dran die alle einen haken im kleingedruckten haben… soll eben etwas sein worüber man immer verfügen kann was aber auch etwas längerfristiges sein kann… im moment wollen wir erst mal für ein neues kinderzimmer und den ersten urlaub sparen aber hinterher wäre bestimmt auch noch genug wofür man was bei seite legen kann… ne versicherung haben wir schon für sie wo sie mit 18 geld ausgezahlt bekommt, sowas wollen wir nicht noch mal.
hat jemand vielleicht mehr ahnung wie ich??
es ist für meine tochter, und ich denke das auch sie gerne in den urlaub möchte und das kinderzimmer ist auch für sie.. für führerschein etc haben wir wie gesagt schon eine versicherung die sie ausgezahlt bekommt.
dieses konto oder sparbuch dient einfach der dinge die sie mal noch so braucht die ich aber nicht unbedingt mal so von nem monatslohn zahlen kann.

Beste Antwort:

Answer by Fankle
Ich bin noch etwas verwirrt darueber ob du fuer dich oder deine Tochter sparen willst. Du redest von einem Kinderzimmer und dem ersten Urlaub. Das betrachte ich nicht als fuer das Kind gespart. Da denke ich eher an Ruecklagen fuer die Ausbildung des Kindes oder fuer einen Start in die eigene Wohnung etc. Bedenke, dass das Geld auf dem Konto deiner Tochter rechtlich deiner Tochter gehoert und nicht dir, auch wenn du als Vormund bis zu ihrem 18. Geburtstag mit dem Konto machen kannst was du willst.

Bei einem Jugend-Girokonto bekommst du keine oder nur sehr geringe Zinsen. Bei einem Sparbuch oder Sparkonto sieht das auch nicht anders aus. Im Moment gibt es um die 1%. Das ist gerade so an der Inflationsrate, wenn nicht sogar darunter. Es gibt ein wenig mehr Zins, wenn man sich auf einen Sparplan einlaesst, bei dem aber wirklich regelmaessig einzahlen muss. Dabei gibt es auch viel Kleingedrucktes. Stiftung Warentest kam zu dem Schluss, dass das eigentlich nicht wirklich was bringt im Vergleich zu einem herkoemmlichen Sparkonto. Weil deine kleine Tochter fuer einige Jahre das Geld nicht brauchen wird, ist so eine Niedrigzinsanlage eigentlich nicht zu empfehlen. Das ist zwar mit Null Risiko verbunden, aber langfristig verschenkst du damit Geld wegen der Inflation. Wenn es das ist was du willst, dann tu es auch. Am Ende musst du dich damit wohlfuehlen.

Viele Banken bieten Jugendkonten an. Die sind eigentlich immer gebuehrenfrei, aber oft auch ohne Zinsen. Die sind gedacht als Girokonto fuer Taschengeld. Eine Karte gibt es dazu auch. Bei manchen Banken geht das erst ab dem 7. oder 14. Lebensjahr, bei anderen (z.B. Targo, Hypoverein oder Deutsche Bank) ab Geburt. Ich wuerde dir empfehlen, mal bei der Stiftung Warentest den Artikel zu Jugendkonten zu lesen: http://www.test.de/themen/geldanlage-banken/test/Jugendgirokonten-Fit-fuer-Finanzen-1197741-1201127/

Als Alternative zu den mageren Sparzinsen wuerde ich einen Sparplan auf einen Fonds empfehlen. Je nach Geschmack empfehle ich einen globalen oder europaeischen Aktienfonds, wenn es fuer viele Jahre laufen soll, oder, fallst du mehr Sicherheit willst, einen Renten- oder Mischfonds. Da wirst du dich vielleicht auch erstmal etwas mit der Materie Investmentfonds beschaeftigen muessen. Die Kunst besteht in der Auswahl des richtigen Fonds. Mit einem passiven Indexfonds (auch ETF genannt) kann man da aber nicht viel falsch machen. Langfristig sind Renditen von 5-10% pro Jahr durchaus realistisch. Die Betonung liegt auf langfristig. Es ist kein Geheimnis, dass es an den Aktienmaerkten auch mal in die andere Richtung laufen kann. Das kann man aber auch positiv sehen: Wenn die Kurse fallen kauft man im naechsten Monat mehr Anteile am Fonds.

Bei einem einfachen Fondssparplan besteht keine Vertragsbindung. Du kannst jeder Zeit die Zahlungen einstellen, unterbrechen, veraendern, und du kannst jeder Zeit Fondsanteile wieder zu Geld machen. Ein Nachteil sind eventuelle Kosten fuer ein Wertpapierdepot. Ein paar Banken bieten das aber kostenlos, oder das geht auch kostenguenstig bei der Fondsgesellschaft direkt. Andere Kosten sind ein eventueller Ausgabeaufschlag auf den Fonds (0-5%) und interne Fondsgebuehren (etwa 0.2 bis 2% pro Jahr). Vom letzteren merkt man aber direkt nichts. Das wird im Ruecknahmepreis der Fondsanteile eingerechnet.

Allgemein zum Thema Fonds empfehle ich ein weiteres Buechlein der Stiftung Warentest: http://www.test.de/shop/buecher-spezialhefte/geldanlage-banken/sp0223000/

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