Frage von Elf: Stammaktie, Nennwertaktie und Inhaberaktie?
Welche Unterschiede gibt es zwischen Stammaktie, Nennwertaktie und Inhaberaktie?
Vielen Dank.

Beste Antwort:

Answer by Nick Knatterton
Servus,

das ist recht einfach erklärt.

1. Stammaktie = Die in Deutschland gebräuchlichste Form der Aktie. Im Gegensatz zu Vorzugsaktien handelt es sich bei Stammaktien eines Unternehmens um Aktien mit vollem Stimmrecht in der Hauptversammlung. Das bedeutet aber auch, dass der Eigentümer von Vorzugsaktien für seinen Vorzug, in der Regel eine höhere Dividende, sein Stimmrecht bei der Hauptversammlung einbüßt.

2. Nennwertaktie = Die Nennwertaktie lautet auf einen festen Nennbetrag. Deswegen wird sie auch Nennbetragsaktie benannt. Der Mindestnennbetrag der Nennwertaktie beträgt einen Euro. Höhere Aktiennennbeträge müssen auf volle Euro lauten.

3. Inhaberaktie = Eine Aktiengesellschaft hat nach dem Gesetz die Wahl, die Anteile am Grundkapital, die das Miteigentum am Unternehmen verbriefen (Aktie), als Inhaberaktien auszugeben oder sie als Namensaktien an die Person des Erwerbers zu binden, sie also auf dessen Namen auszustellen. Die Inhaberaktie legitimiert den Besitzer ohne zusätzlichen Nachweis als Anteilseigner der Gesellschaft; sie läßt sich deshalb auch ohne weiteres erwerben und wieder veräußern. Wegen dieser leichten Übertragbarkeit sind Inhaberaktien für den Börsenhandel sehr gut geeignet.

In der Regel sind die Aktien der an der Börse notierten deutschen Unternehmen – im Gegensatz etwa zu den in den USA gehandelten – Inhabertitel. Auf den Namen des Eigentümers müssen sie allerdings lauten, wenn das Grundkapital nur teilweise eingezahlt wird.

Puhh, das war jetzt doch ganz schön heavy!

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