Frage von T.: Wie funktioniert der Leverage-Effekt?
Hallo,

ganz einfach ausgedrückt besagt der Hebeleffekt in der Finanzwirtschaft, wenn ich das richtig verstanden habe Folgendes.
Ich habe ein Projekt/Anlage die mir eine Rendite von (angenommen theoretisch sicher, konstant) 10% bringt.
Am Kapitalmarkt zahle ich 6%.
Ich werde jetzt natürlich versuchen so viel wie möglich Geld wie möglich zu erhalten.
Aber wie sichere ich das ab?
Ich kann doch das Geld auch mit dem Eigenkapital absichern, oder wie läuft das dann?

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ich habe mit dazu jetzt mal selber eine Theorie zurechtgelegt. Die lautet wie folgt:

Nehmen wir mal an, ich investiere mein geld in risikoreiche Hedgefonds oder spekulative Aktien.

Ich habe ein Eigenkapital von 30.000€.
Jetzt besorge ich mir am Finanzmarkt weitere 70.000 und sichere diese mit den 30.000€ ab.
jetzt investiere ich die 100.000 in die spekulative Anlage.
Fällt diese Anlage jetzt von 100.000 auf 70.000 (also um die 30.000 Eigenkapital) gilt die Spekulation als verloren. Ich kann also nur maximal die 30.000€ verlieren, danach wird automatisch ausgestiegen.

Somit besteht für den Kapitalgeber kein Risiko, das er die 70.000€ verliert. ich kann also die 70.000€ mit den 30.000€ absichern.

Stimmt das so?

Beste Antwort:

Answer by Kapaun
Von einem automatischen Ausstieg ist mir nichts bekannt – im Gegenteil, solche Papiere haben ja feste Laufzeiten. Nein, der Sinn ist schlicht der, privaten Investoren einen Teil des Ausfallrisikos abzunehmen. Eine Art Teilkasko für Anleihen. In der Risikorechnung sind solche Papiere dann plötzlich auch mit normaleren Verzinsungen wieder interessant. So zumindest die Theorie. Ob das in der Praxis funktioniert, wird sich zeigen.

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