Frage von Politically Incorrect: Wieso wird Arbeitslosen die staatliche Unterstützung missgönnt?
Das Geplärre wegen angeblich zu hoher finanzieller Unterstützung durch den Staat für Arbeitslose ist ein Endlosthema.
Lange Zeit war der Arbeitslosenversicherungsbeitragssatz 6,5%. Es wird für jeden Erwerbstätigen 6,5% vom Bruttogehalt in eine Versicherung eingezahlt für den Fall der Arbeitslosigkeit. Wer arbeitslos wird, bekommt das Geld, was er in die Versicherung einbezahlt hat.
Ich versteh die Logik.
Wieso wird auf Arbeitslose rumgehakt, mit Begründungen von Sozialschmarotzern oder dass die Allgemeinheit für den einzelnen aufkommen müsse?
Beispiel: Wer brutto 3000 € verdient, hat nach 30 Jahren 70200€ einbezahlt. Und trotzdem trifft einen die Verachtung der Gesellschaft?
@ Becks033: Ich habe geschrieben, dass es „lange Zeit 6,5% war“. Dass es jetzt anders ist, weiß ich.
Außerdem wird der Arbeitgeberanteil einkalkuliert. Denn, wenn man nicht arbeitet, zahlt ja auch kein Arbeitgeber ein. Der AN erarbeitet sich den AG-Anteil: Der AN muss sich ja schließlich für das Unternehmen lohnen. Davon, was der AN für den AG leistet, zahlt ja der AG den Anteil.

Beste Antwort:

Answer by paradox
Weil wir uns nach wie vor über unsere Arbeit definieren, und ein Arbeitsloser folglich ein Schmarotzer ist, der auf unsere Kosten lebt. Und es gibt leider genug, die dieses Vorurteil bestätigen.
Du musst nur mal die normalen Alltagsgespräche im Verwandtenkreis belauschen und darauf achten, an welcher Stelle dabei die jeweilige eigene Arbeit steht. Fast immer ein Hauptgesprächsthema.

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