Frage von Chili1981: Zusage für Immobilie = mündlicher Vertrag?
Hallo zusammen,

wir haben letzte Woche ein Haus, welches zum Verkauf steht, besichtigt.
Da uns das Haus auf Anhieb gefallen hat, haben wir es direkt reservieren lassen. Nach der Besichtigung habe ich mit der Mitarbeiterin der Immobilienmaklerin gesprochen und ihr gesagt, dass wir das Haus gerne kaufen möchten. Zu der Zeit zu 95%. Dann hatte mich die Immobilienmaklerin angerufen, wir haben uns nochmal darüber unterhalten und ich sagte ihr, dass wir das Haus toll finden und gerne haben möchten. Sie meinte dann, dass sie mir den Kaufvertrag zuschicken würde. Hier war für uns eigentlich klar, dass wir das Haus bekommen (zum ausgeschriebenen Preis).
Dann hatten wir nach einem weiteren Termin zur Besichtigung gebeten, jedoch wurden wir auf später vertröstet. Der zweite Termin war heute und war eine öffentliche Besichtigung. Dies wurde uns vorher gesagt, wir waren etwas verunsichert. Daher haben wir noch einmal angerufen und nachgefragt wie das nun aussehen würde, da wir ja das Haus gerne hätten und nicht möchten, dass es uns dann irgendwie vor der Nase weggeschnappt wird.
Und haben noch einmal nachgefragt wie das nun zu verstehen sei, da wir ja eigentlich schon eine Zusage gemacht haben und auch schon Finanzunterlagen usw. hätten direkt vorlegen können (hätten wir den zweiten Termin direkt nochmal bekommen). Nun sagte man uns heute, dass das Haus nach Gebot verkauft werden würde. Wir sind nun ehrlich gesagt etwas verwirrt, erstaunt und auch irgendwie ziemlich angepisst (auf gut deutsch gesagt)!!!

Ist das denn so einfach?! Können die Makler das einfach so ändern?
Gilt unsere Zusage denn gar nichts? Oder dass uns der Vertrag zugeschickt werden sollte (haben aber keinen erhalten)…

Danke schon mal im voraus!
Danke für die schnellen Antworten!

Naja, Zusage unsererseits war ja da, schon zwei Tage bevor wir einen weiteren Besichtigungstermin erwünscht haben. Das Haus ist ziemlich alt und renovierungsbedürftig, daher haben wir gesagt, dass wir uns das gerne einfach mal überschlagen lassen wollen, was auf einen zukommt!
Hallo zungenkoeder,

es wurde von uns mehrfach gesagt, dass wir das Haus wirklich gerne haben möchten (nachdem wir vorerst zu 95% zugesagt hatten) und wir nicht möchten, dass uns das Haus vor der Nase weggeschnappt wird. Daher hatten wir es ja auch direkt reservieren lassen!
Wenn eine Immobilienmaklerin dann zu mir sagt, dass der Kaufvertrag geschickt wird, gehe ich doch eigentlich davon aus, dass von der Seite auch ein OK besteht.
Nun gut, als „Opfer“ sehen wir uns nicht. Wir finden die Art und Weise einfach nicht besonders nett!
Wir sind der Meinung, dass man uns wenigstens darauf hätte hinweisen können, dass es nicht sicher ist ob man das Haus bekommt und dass das Haus nach Gebot verkauft wird.
Aber wie gesagt, wenn jemand zu mir sagt, dass er einen Kaufvertrag schickt, gehe ich eigentlich davon aus, dass die Sache so gut wie unter Dach ist (meine Ansicht).

Beste Antwort:

Answer by Raik
so lange man Euch nicht definitiv zugesagt habt, dass ihr das Haus für den Preis kaufen dürft, ist das noch keine verbindliche Zusage. Und danach hört es sich nicht an. Euer Wunsch alleine reicht nicht.

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